Dienstag, 31. Dezember 2013

Gozo

Das Gozo ist die kleine Nachbarinsel. Leider hat sie an Bedeutung verloren, einst war sie die Versorgerinsel der großen Schwester Malta. Seit dem Beitritt zur EU sind die landwirtschaftlichen Produkte aus Sizilien billiger.






 
Der Reiseführer hat Gozo verglichen mit dem Irland aus dem Mittelmeer.

Diese Insel zeigt sich ebenso katholisch mit mächtigen Kirchenbauten wie ihre Nachbarin. Ein großer Unterschied liegt in der Ruhe und der Gemütlichkeit, hier ist die Zeit in einer angenehmen Leichtigkeit stehen geblieben.
Kathedrale in Victoria










weitere Sehenswürdigkeiten:
Die Zitadelle in der Hauptstadt Victoria





Dwajra Bay mit Azur Window



Xlendi (Schländi)


Montag, 30. Dezember 2013

Valletta Glas und Kunstwerkstätte

Weitere Tipps



Valletta Glas


Garten des Palazzo Paiso in Naxxar (Naschar)
Garten des Palazzo Paiso in Naxxar (Naschar)








  

Maltesische Stadtarchitektur

Die Einförmigkeit der maltesischen Städte mit ihren mehr oder weniger identischen Häusern ist ein britisches Erbe: Die neuen Kolonialherren übertrugen im 19. Jh. die strikten Bauvorschriften des georgianischen Architekturideals auf Malta.


Da staatliche Steuerung unterbleibt und wird zum Problem: Nach offiziellen Zahlen ist das bebaute Areal der Insel in den letzten 30 Jahren von 6 % auf knapp 17 % der Gesamtfläche gestiegen, zugleich stehen etwa 20 % der Altbausubstanz leer.

Traufhöhe, Zweistöckigkeit, Flachdach, Parzellenzuschnitt, Innenhof, Anzahl und Rhythmus der Fenster und Balkone, Straßenbreite - alles war nach einem Idealbild geregelt, das den britischen Beamten als passend für ein mediterranes Land erschien. Dabei wurden natürlich landestypische Entwicklungen aufgegriffen.

Über Flachdächer etwa wurde schon seit mehr als tausend Jahren Regenwasser in Zisternen geleitet, ebenso alt ist das Modell des Innenhofhauses.


Der Ursprung der typischen Balkone hingegen, deren kräftige bunte Farben allen maltesischen Orten den typischen Charakter geben, ist nicht völlig geklärt.

Möglich, dass sie zur Zeit der Johanniter nach kleinasiatisch-türkischen Vorbildern auf die Inseln kamen, wahrscheinlich aber erst unter den Briten, die zur Verbesserung der Wohnungssituation in größerem Umfang das notwendige Holz importierten.



Das anglo-maltesische Architekturmodell, das inzwischen zur Postkartenidylle wurde, ist heute allerdings bedroht. Wer es sich leisten kann baut moderne Häuser im italienischen Villenstil.




Samstag, 28. Dezember 2013

Malti


Auffällig ist die Sprache. Malti und auch Englisch sind die Amtssprachen. Die maltesische Eigensprache hat den Gesang eines sanften Arabisch. Sie ist die einzige semitische Sprache weltweit die lateinische Buchstaben verwendet. Es ist zu hoffen, dass dieses seltene Gut, das nicht in einem Museum aufzubewahren ist, sollte erhalten bleiben.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Die Geschichte des Ordens

Der Johanniterorden seine Anfänge bis zur Gegenwart:

Von den großen Ritterorden, die aus den Kreuzzügen hervorgingen, überlebte nur einer. Heute nennt er sich Souveräner Militär- und Hospitaller-Orden des Heiligen Johannes von Jerusalem, Rhodos und Malta.

Seine Gründungsgeschichte beginnt vor einem Jahrtausend. Damals finanzierten Kaufleute aus Amalfi, das zu jener Zeit eine Seemacht mit dem Wappen eines achtspitzigen Kreuzes war, ein kleines Hospital für arme und kranke Pilger in Jerusalem. Dieses Hospital, das man Johannes dem Täufer weihte, gilt als der Ursprung des Ordnens.

1113 nahm Papst Paschalis II. die Pflegebruderschaft unter seinen Schutz, und mit seiner Unterstützung entstanden entlang der Pilgerrouten nach Jerusalem weiter Hospitäler. Zudem übertrug er dem Orden die Verantwortung für die Sicherheit der Pilger. Diese zunächst nebensächliche Aufgabe rückte bald in den Vordergrund, das Ordensbanner mit dem weißen Kreuz entwickelte sich zum Schrecken der Heere der Sarazenen, den heutigen Arabern. 

Nachdem Richard Löwenherz 1191 Akko (im heutigen Israel) erobert hatte, wurde der Stadt für knapp 100 Jahre Sitz des Ordens. Sultan Kahlil konnte jedoch die Ritter vertreiben, und der Orden sichte vorübergehend Zuflucht auf Zypern. 
 
Kurz darauf gelang es den Johannitern, auf Rhodos Fuß zu fassen, wo sie eine gewaltige Flotte aufbauten, islamische Kauffahrschiffe plünderten und 200 Jahre lang den Osmanen trotzten. Sie begründeten einen souveränen Ritterstaat, der durch die Auflösung des Tempelordens zusätzlich an Macht gewann.
 
Im Juni 1522 stürmte Süleyman I. Rhodos, nach einer 6monatigen Belagerung gaben die Ritter auf und flüchteten nach Kreta.
 
1530 bot Karl V. den Rittern Malta und Tripolis als Sitz an. Der Orden ließ sich auf Malta nieder als Souveräner Ritter- und Hospitalordnen vom heiligen Johannes von Jerusalem von Rhodos und von Malta. Neue Kaperfahrten brachten Geld und Sklaven. Man hoffte, sich hier rüsten zu können, um Rhodos zurückzuerobern, ein Ziel, das erst Jahre später mit dem Bau von Valletta aufgegeben wurde. Auf Malta erlebte der Orden schließlich seine größte Blütezeit, die Piraterie war ein einträgliches Geschäft.
 
Als Napoleon 1798 den Orden von Malta vertrieb, zogen die Ritter zurück in ihre Heimatländer; der Orden stand kurz vor der Auflösung.
 
1803 holte der Papst die Insignien des Ordens nach Rom, wo er noch heute auf dem Aventin in der Villa des Priorato di Malta seinen Sitz hat. Schließlich besann man sich wieder auf den alten Geist der Hospitaller, eröffnete Krankenhäuser und widmete sich karitativen und sozialen Aufgaben.
 
Heute ist der Orden in über 120 Ländern tätig.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Valletta - die Hauptstadt

In Mitten der heutigen Hauptstadt Valletta erhebt sich die Ko-Kathedrale San Gwan. Ihre äußerliche Schlichtheit lässt Armut, Demut und Meditation vermuten. Das Gotteshaus, gegründet durch die Johanniter, zeigt in ihrem Inneren Macht, Reichtum, Hochmut und Eitelkeit. Jeder Großmeister setzte sich ein ewiges Denkmal. Jede Landeskapelle versucht an goldener Großzügigkeit und Üppigkeit den Nachbarn oder Vorgänger zu übertreffen.
Hauptschiff und Kapellen haben Wände mit Ornamenten überladen und reich mit Blattgold überzogen, der Boden setzen sich aus 400 Marmorplatten mit Einlegearbeiten zusammen. Jede für sich ein Kunstwerk. Die Grabsteine berichtet über das vergangene Leben und das zukünftige Jenseits des Verstorbenen. Die groben Fehltritte jeglicher weltlicher Art finden nach Spende, Buse und Gebet Vergebung.



Aufbau - Johanniterorden

Der Aufbau der Johanniterorden umfasste drei Klassen von Mitgliedern:
  • An oberster Stelle standen die Ritter, die über vier Generationen ihrer adeligen Abstammung nachweisen mussten, um in den Orden aufgenommen zu werden. Damit stellten sie die exklusivste Adelsgemeinschaft Europas dar.
  • Die zweite Klasse bestand aus gehorsamspflichtigen Geistlichen, die nicht unbedingt adelig sein mussten. Sie dienten in den Hospital- und Konventskirchen.
  • Die unterste Klasse bildeten die Brüder. Sie waren überwiegend Diener, aber auch mit militärischen Pflichten belegt.
Der Orden war in acht Landmannschaften unterteilt, aufgrund der unterschiedlichsten Sprachen wurden sie als "Zungen" (langues) bezeichnet. Jede Landsmannschaft hatte ihre eigenen Herbergen (frz. auberge). Diese Unterkünfte der Ritter verfügten neben Wohn- und Schlafräumen und auch über eine Kapelle und einen Speisesaal. Die Auberges wurden von sog."Piliers" geleitet. Die Piliers waren zugleich Mitglieder des Großen Rates, der an der Spitze des Ordens stand. Ihn führte der auf Lebenszeit gewählte Großmeister an.
Um Kompetenzgerangel zwischen den Zungen zu vermeiden, stellte die französische Zunge stets den Leiter des Krankendienstes, den Hospitalier, die Auvergner den obersten Kommandanten des Heeres, den Großmarschall, die Deutschen den Befehlshaber über das Festungswerke, den Großbailli, und die Italiener den Befehlshaber der Flotte, den Admiral.
 

Archäologisches Museum im Auberge de Provence

Im archäologischen Museum sind die jungsteinzeitlichen Funde der neolithischen Megalithanlagen wie Hypogäum von Ħal-Saflieni, Tempel von Tarxien, Tempel von Tarxien, Ħaġar Qim und Mnajdra ausgestellt. Die Exponate mit großer Bedeutung sind oft klein in der Ausarbeitung.

Venus von Malta

Sitzende Dame
Schlafende Dame

 

Es ist wunderbar zu sehen, dass üppige Frauen Fruchtbarkeit und Reichtum symolisieren im Gegensatz zur heutigen Zeit, in der schlanke Gestalten ein Zeichen von Disziplin und Ausdauer darstellen.

Montag, 23. Dezember 2013

unschlagbar

The Three Cities und Malta wiegen die Bucht  von Grand Harbour in ewige Ruhe. Die mittlerweile zusammengewachsenen Städte präsentieren sich als schützende Festung. An jeder Landzunge zeigen ein Fort mit dicken Mauern, Spähtürmen, kleinen Fenstern und keinen Toren die Uneinnehmbarkeit.

 

Sonntag, 22. Dezember 2013

kein Ausblick


Malta bietet keine kilometerlangen einladenden Sandstrände. Es bietet Uferpromenaden oder Steilklippen. Ein breiter großzügiger Strandabschnitt besitzt Brizebugga (Brisebuscha). Leider ist der Ausblick vom Liegestuhl direkt zu einem Containerumschlaghafen nicht unbedingt von Schönheit und Ästhetik geprägt aber von emsigen Tun und Schaffen.

Samstag, 21. Dezember 2013

Mdina - Rabat - Dingli Cliffs


Eine einzige Erhöhung von Bedeutung ist Mdina (Imdina). Die alte Hauptstadt von den Römern erbaut und liebevoll Melita gerufen, ist eine sandfarbene Ansammlung von Kirchen, Museen und Palästen. Im Zentrum thront die Kathedrale mit roter Kuppel. Zu Fuß durch die Vielzahl der schmalen Gassen entlang an ockerfarbenen Mauern lassen der Phantasie freien Lauf über das Verborgene hinter den hochgezogen Wänden. Das eine oder andere Gittertor geben Einblick in einen üppigen Obstgarten in dem selbst im Dezember schwere reife Orangen und Zitronen die Äste zu Boden hängen lassen. Eine weise Entscheidung diese Insel im Winter zu besuchen, denn das Gemäuer und die Enge der Bauten bringen an einem Hochsommertag die heiße Luft zum Stehen. Kleine Restaurants und Cafés mit überdachten Höfen laden zum Verweilen ein, manche bieten auch eine Terrasse mit Fernblick und Brise all-inklusive. Am frühen Nachmittag ein köstlicher Cappuccino mit fruchtigem Grappa lassen die müden Glieder wieder zum Leben erwachen.


Außerhalb von Mdina liegt Rabat. Wo soll dieser Stadtteil auch sonst liegen, denn Rabat bedeutet übersetzt Vorort. Hier zeigt sich eine große mächtige Kirche namens San Pawl. Sie gibt sich verschlossen, die Kirchenhäuser lassen am Nachmittag keinen Gläubigen oder Touristen ein, denn der Besitzer des Schlüssels und der Wächter des Gotteshauses hält Mittagssiesta bis zur Abendmesse. Selbst von Außen ist die Großzügigkeit des Raumes auszumachen.




Die Dingli Cliffs stellen ein Highlight zum Sonnenuntergang dar. Nicht nur Touristen, ausgerüstet mit Fotoapparat und höchster Erwartung, fahren in den Westen. Nein, auch die Malteser. Ob jung oder alt sitzen in ihren Autos mit Ausrichtung zur verabschiedenden Sonne. So gegen 16.30 Uhr beginnt das winterliche Abendspektakel. Die Luft wird merklich kühler die Verliebten und Vermählten kuscheln sich in Erwartung des Austausches an Körperwärme zusammen. Die Sonne geht als rote Scheibe zu Wasser. Die Beobachter hauchen ihren warme Luft wie Schornsteine in den Himmel.

Freitag, 20. Dezember 2013

Malta - eine Zusammenfassung

Malta, eine faszinierende Insel, klein an Quadratkilometer aber groß an Geschichte, klein an Landwirtschaft aber groß an Bankenvielfalt, klein an Süßwasservorrat aber groß an Kirchenbauten, klein an Tierarten aber groß an Brüder des Johanniterorden.