Mittwoch, 25. Dezember 2013

Die Geschichte des Ordens

Der Johanniterorden seine Anfänge bis zur Gegenwart:

Von den großen Ritterorden, die aus den Kreuzzügen hervorgingen, überlebte nur einer. Heute nennt er sich Souveräner Militär- und Hospitaller-Orden des Heiligen Johannes von Jerusalem, Rhodos und Malta.

Seine Gründungsgeschichte beginnt vor einem Jahrtausend. Damals finanzierten Kaufleute aus Amalfi, das zu jener Zeit eine Seemacht mit dem Wappen eines achtspitzigen Kreuzes war, ein kleines Hospital für arme und kranke Pilger in Jerusalem. Dieses Hospital, das man Johannes dem Täufer weihte, gilt als der Ursprung des Ordnens.

1113 nahm Papst Paschalis II. die Pflegebruderschaft unter seinen Schutz, und mit seiner Unterstützung entstanden entlang der Pilgerrouten nach Jerusalem weiter Hospitäler. Zudem übertrug er dem Orden die Verantwortung für die Sicherheit der Pilger. Diese zunächst nebensächliche Aufgabe rückte bald in den Vordergrund, das Ordensbanner mit dem weißen Kreuz entwickelte sich zum Schrecken der Heere der Sarazenen, den heutigen Arabern. 

Nachdem Richard Löwenherz 1191 Akko (im heutigen Israel) erobert hatte, wurde der Stadt für knapp 100 Jahre Sitz des Ordens. Sultan Kahlil konnte jedoch die Ritter vertreiben, und der Orden sichte vorübergehend Zuflucht auf Zypern. 
 
Kurz darauf gelang es den Johannitern, auf Rhodos Fuß zu fassen, wo sie eine gewaltige Flotte aufbauten, islamische Kauffahrschiffe plünderten und 200 Jahre lang den Osmanen trotzten. Sie begründeten einen souveränen Ritterstaat, der durch die Auflösung des Tempelordens zusätzlich an Macht gewann.
 
Im Juni 1522 stürmte Süleyman I. Rhodos, nach einer 6monatigen Belagerung gaben die Ritter auf und flüchteten nach Kreta.
 
1530 bot Karl V. den Rittern Malta und Tripolis als Sitz an. Der Orden ließ sich auf Malta nieder als Souveräner Ritter- und Hospitalordnen vom heiligen Johannes von Jerusalem von Rhodos und von Malta. Neue Kaperfahrten brachten Geld und Sklaven. Man hoffte, sich hier rüsten zu können, um Rhodos zurückzuerobern, ein Ziel, das erst Jahre später mit dem Bau von Valletta aufgegeben wurde. Auf Malta erlebte der Orden schließlich seine größte Blütezeit, die Piraterie war ein einträgliches Geschäft.
 
Als Napoleon 1798 den Orden von Malta vertrieb, zogen die Ritter zurück in ihre Heimatländer; der Orden stand kurz vor der Auflösung.
 
1803 holte der Papst die Insignien des Ordens nach Rom, wo er noch heute auf dem Aventin in der Villa des Priorato di Malta seinen Sitz hat. Schließlich besann man sich wieder auf den alten Geist der Hospitaller, eröffnete Krankenhäuser und widmete sich karitativen und sozialen Aufgaben.
 
Heute ist der Orden in über 120 Ländern tätig.

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